Quinting Zementol

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Zubehör

Die Herstellung eines wasserundurchlässigen Bauwerks verlangt nicht nur die Herstellung eines wasserundurchlässigen Betons und den Einsatz einer rissbreitenbeschränkenden Bewehrung, sondern auch die konsequente und durchdachte Abdichtung an allen Fugen, Durchdringungen und Einbauteilen. Das erforderliche Zubehör ist deshalb von mindestens ebenso großer Bedeutung wie der Beton und die Konstruktion. Deshalb sieht die WU-Richtlinie des DAfStb für alle Fugenabdichtungen zuerst genormte Fugenbänder vor und fordert für alle nicht genormten Fugenabdichtungen ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (AbP) als Verwendbarkeitsnachweiss. Damit ist die Verwendung auf der Grundlage der Herstellerbeschreibung zulässig.

Im Folgenden werden neben den von Quinting eingesetzten Fugenabdichtungen, Einbauteile und Durchdringungen auch konstruktives Zubehör wie Gleitlager, Lichtkuppeln etc vorgestellt.


  Fugenabdichtungen
Für die Abdichtung von Fugen in Betonbauteilen eignen sich unter Berücksichtigung der Baustellenbedingungen insbesondere Fugenbänder aus PVC. Sie ermöglichen die umfassende Abdichtung aller möglichen Fugenarten in einem durchgängigen System, wie es in der WU-Richtlinie gefordert wird.

Sie stehen in den vielfältigsten Formgebungen zur Verfügung,
  sind durch fachgerechtes Verschweißen einfach miteinander zu verbinden
  stellen die Dichtheit von Anfang an sicher
  sind unabhängig von besonderen Einbauverfahren

Die DIN 18541 enthält Materialkennwerte, die die dauerhafte Funktion aber auch die sichere Verschweißbarkeit an den Verbindungsstellen sicherstellt. Die Verwendung von Fugenbändern nach Werknorm mit zugehörigem AbP ist nur sinnvoll, wenn die Fugenbänder in der Formgebung der DIN 18541 entsprechen. Weiterhin muss die sichere Verschweißbarkeit und die erforderliche Flexibilität auch bei kalten Einbautemperaturen, z.B. im Winter gegeben sein.

Zum Einsatz gelangen in Weißen Wannen Fugenbänder mit dem Zusatz "NB" für nicht bitumenverträglich, da sie im Regelfall nicht mit Benzin, Ölen oder Bitumen in Kontakt kommen. Dies gilt insbesondere für alle durch Bewehrung verbundenen Arbeitstakt- und Sollrissfugen, in denen keine Bewegungen aufzunehmen sind. Werden Fugenbänder zusätzlich, z.B. mit Bitumenspachtelmassen oder Dickbeschichtungen abgedeckt oder werden Dehnfugen mit einem Bitumenverguss gefüllt, so sind Fugenbänder mit dem Anhang BV (bitumenverträglich) zu verwenden. Ein geringer Kontakt zu bituminösen Anstrichen, z.B. im Sockelbereich ist dagegen unbedenklich.

In Abhängigkeit von der Einbausituation und den Bauteildicken kommen innenliegende, d.h. im Betonquerschnitt liegende oder außenliegende, auf der Außenseite des Bauteils, also auf der wasserzugewandten Seite liegende Fugenbänder zum Einsatz. Dabei eignen sich innenliegende Arbeitsfugenbänder besonders gut in den horizontalen Arbeitsfugen Bodenplatte/Wand, Wand/Decke, Decke/Brüstung oder im Anschluss der Decke zu aufgehenden Bauteilen im Höhenversprung.

Außenliegende Arbeits- und Dehnfugenbänder sind vorteilhaft in Bodenplatten mit geringer Bauteilhöhe, da sie hier fachgerecht und gut kontrollierbar einbetoniert werden können. In dicken Bodenplatten (>50 cm) sind für Dehnfugen innenliegende Fugenbänder sinnvoll, da sie mit ca. 30 cm Einbautiefe von Oberkante Bodenplatte beim Einbetonieren erreichbar und gut einsehbar sind.

Bei allen außenliegenden Fugenbändern und innenliegenden Dehnfugenbändern ist die ausschließliche Verwendung von werkseitig hergestellten Formteilen vorgeschrieben. Auf der Baustelle dürfen lediglich Stumpfstöße durch besonders geschultes Personal hergestellt werden. Hierfür sind die Quinting Fachtechniker ausgebildet.


  Außenliegende Fugenbänder
Je nach Fugenart, der Beanspruchung durch die resultierende Verformung und dem anstehenden Wasserdruck kommen folgende Fugenbänder zur Anwendung: Dehnfugenbänder: DA 320/25, DA 320/30, DA 500/25 und DA 500/30 in den Ausführungen NB oder BV.

Durch den mit einer Schlaufe verlängerten Dehnteil können diese Fugenbänder erhebliche Bewegungen der voneinander getrennten Bauwerksteile aufnehmen.

Arbeitsfugenbänder: AA320/25, AA 320/30, AA 500/25 und AA 500/30 in den Ausführungen NB oder BV.

Zur Abdichtung von Arbeits- und Sollrissfugen in Bodenplatten eignen sich außenliegende Arbeitsfugenbänder. Durch den allenfalls geringen Bewegungsweg dieser Fugen kann auf die Schlaufe im Dehnteil verzichtet werden.
Alle Fugenbänder sind an Ecken, Kreuzungen, T-Stößen usw. mit werkseitig hergestellten Formteilen auszurüsten und möglichst als komplette Systeme auf der Baustelle einzubauen. Wo dies aus Transport-, Einbau- oder dem Baustellenablauf bedingten Gründen nicht geht, können erforderliche Stumpfstoßschweißungen auf der Baustelle ausgeführt werden.
Quinting bemisst das erforderliche Fugenband aufgrund der Objektdaten, plant aus den vorliegenden Ausführungsplänen das erforderliche Fugenbandsystem, fertigt dies und liefert es zum bauseitigen Einbau auf die Baustelle. Im Rahmen der Gewährleis-tung für die Gesamtkonstruktion werden die dann vom Bauunternehmen eingebauten Fugenbänder von den Quinting-Mitarbeitern überprüft und abgenommen.

Zu den technischen Vorteilen der außenliegenden Fugenbänder gehören:
  Der Einbau ist einfach und lässt sich zuverlässig kontrollieren.
  Schalung und Bewehrung lassen sich einfach konstruieren und leicht herstellen. Der Wasserumlaufweg ist lang und die Bewegungsmöglichkeiten sind groß.
  Die ausschließliche Verwendung von werkseitig hergestellten Formteilen und Fugenbandsystemen sorgt wie die umfangreiche, baustellengerechte Dienstleistung gerade im sensiblen Fugenbereich für optimale Sicherheit.
  Bei Bauteilhöhen ≤ 50 cm eignen sich außenliegende Fugenbänder besonders gut, weil sie ohne störende Verbügelungen eingebaut werden können.
  Durch die direkte Einsehbarkeit beim Betoniervorgang können Betonierfehler vermieden werden.


  Innenliegende Fugenbänder
Je nach Fugenart werden folgende Fugenbänder eingesetzt:
Dehnfugenbänder D 320 NB oder BV. Durch die in den Dehnteil integrierte Dehnschlaufe nimmt das Fugenband die Bewegungen des Bauteils auf. Durch die Lage im Bauteil ist eine zusätzliche Verbügelung und eine geteilte Schalung erforderlich. Da Arbeitsfugenbänder, z.B. das A 240 im Regelfall in horizontalen Betonierfugen stehen, verwendet Quinting generell nur ausgesteifte Fugenbänder mit der Bezeichnung AS. Diese enthalten, damit sie nicht umknicken bzw. kippen können, integrierte Federstähle. Darüber hinaus sind als Montagehilfe zur einfachen Befestigung an der Bewehrung Rödelösen am Fugenbandrand eingestanzt. Die Fugenbänder tragen die Bezeichnungen:
AS 320, AS 240, AS 190, AS 150, AS 100 und sind nicht bitumverträglich (NB). Ebenso wie Dehnfugenbänder sind sie in vertikalen Arbeitsfugen, z.B. zwischen zwei Bodenplattenabschnitten zu verbügeln.

Die Fugenbänder AS 190, AS 150 und AS 100 entsprechen in ihrer Breite nicht der DIN 18541 und dürfen aufgrund des kürzeren Wasserumlaufwegs nur bei entsprechend geringen Wasserdrücken eingesetzt werden. Alle Arbeitsfugenbänder werden durch einfache Verschweißung miteinander verbunden und können aufgrund der gleichen Materialzusammensetzung auch mit den außenliegenden Fugenbändern dicht verbunden werden. Soweit die Bewehrungsführung den direkten Einbau nicht zulässt, sind Aufkantungen, in die das Fugenband eingesetzt werden kann, mitzubetonieren. (Sohle/Wand-Anschluss)
Zu den technischen Vorteilen der innenliegenden Fugenbänder zählen:
  sichere Lage im Betonbauteil
  einfache Verbindungsmöglichkeit bei den Arbeitsfugenbändern, da Formteile nicht erforderlich sind
  geringerer Reinigungsaufwand bei der abschnittsweisen Betonierung
  einfacher Einbau in die Bauteile


  Fugenband KAB 150
Eine Besonderheit ist das Kombi Arbeitsfugenband KAB 150. Durch die Ausbildung des Fugenbandfußes ist es möglich dieses Fugenband ohne besondere Einbindetiefe lediglich in die Betondeckung einzubauen. Die Abdichtungswirkung beruht auf der Formgebung des Fugenbandfußes und dem integrierten Quellgummi. Die Verwendung erfolgt gemäß dem vorliegenden AbP.

Da das Fugenband KAB 150 mit allen anderen Fugenbändern verschweißt werden kann, ist die Forderung nach Einhaltung eines durchgehenden Abdichtungssystem erfüllt.


  Dichtungsrohre  Zubehör   Sollriss- und Arbeitsfugen werden in einer Sperrbetonwand sicher mit dem Quinting Dichtungsrohr bestimmt, hergestellt und abgedichtet.
Vorteile:
  präzise Steuerung des Risses durch Schwächung des Betonquerschnitts
  Abdichtung des entstandenen Risses durch Sperranker am Rohrprofil
  Die durchlaufende Bewehrung und die rauen Rissflanken des verbleibenden Betonquerschnitts erhalten die Kraftschlüssigkeit der Wände.
  In einem Betoniervorgang können bei reduzierter rissbreitenbeschränkender Bewehrung beliebig lange Wandabschnitte hergestellt werden.
  Die Lohnkosten für den Einbau sind durch die steife Ausführung, den werkseitig vorbereiteten Einschnitt am unteren Ende und die integrierten Rödelösen gering.
  Das Dichtungsrohr ist in Abhängigkeit von der Wanddicke in drei Querschnitten lieferbar:
  Q 90/4 - für Wanddicken von 25 cm bis 35 cm Dicke und in Elementwänden
  Q 175/4 - für Wanddicken von 36 cm bis 50 cm Dicke
  Q 60/4 - für die Verwendung in Elementwänden bis 30 cm Gesamtwandstärke
Da sich Dichtungsrohre nicht in der Länge stoßen lassen, ist die Lieferlänge auf die Erfordernisse der Baustelle (Wandhöhe) abzustimmen. Es stehen die Standardlängen 2,5 m, 3,0 m und 5,0 m zur Verfügung. Das Dichtungsrohr beginnt mindestens 5 cm über der Arbeitsfuge Bodenplatte/Wand und endet in der auf der Wand liegenden Decke. Zur einfachen Montage sind jeweils links und rechts vom Dichtungsrohr je drei Montagebügel in die Elementwand einzubetonieren oder in die Bewehrung der Ortbetonwand einzuflechten. Die rissbreitenbeschränkende Bewehrung ist am Dichtungsrohr zu unterbrechen. Ebenso ist die Konzentration von Bewehrung, z.B. durch einen Mattenstoß im Bereich des Dichtungsrohrs zu vermeiden.

In Elementwänden können die üblichen Bügelkörbe entfallen. Die Montage am Fußpunkt erfolgt auf dem Fugenband, so dass zur bestehenden Betonoberkante mindestens 5 cm Abstand vorhanden sind. Zusammen mit der einzubringenden Vorlaufmischung (Größtkorn 8 mm) wird der Fußpunkt sicher in den Wandbeton eingebunden, ohne dass eine Umläufigkeit entsteht.

Weiterhin ist bei der Wandbetonierung zumindest der untere Teil des Rohres mit Beton zu verfüllen. Die generelle Verfüllung mit Beton ist nicht zwingend erforderlich, wird aber empfohlen, um stehendes Wasser, z.B. aus Niederschlägen im Rohr zu vermeiden.


  Sonstige Fugenabdichtungen
Weitere Fugenabdichtungsmaßnahmen mittels Injektionsschläuchen, beschichteten und unbeschichteten Fugenblechen, Quellbändern oder Bitumenstreifen sind abhängig von besonderen Einbaubedingungen, sorgfältiger Verarbeitung entsprechend den Einbaurichtlinien oder gleich bleibenden äußeren Bedingungen. Darüber hinaus lassen sich mit diesen Materialien selten geschlos-sene Fugensysteme ohne problematische Verbindungsstellen herstellen. Da diese Bedingungen auf Baustellen selten anzutreffen sind und nur ein erprobtes und bei den Mitarbeitern eingeübtes Abdichtungssystem maximalen Erfolg erzielt, werden diese Systeme von Quinting nur in begründeten Einzelfällen nach entsprechender Prüfung zugelassen.


  Schalungsspannstellen
 Zubehör   Die Verbindung der Wandschalungen muss in Sperrbetonkonstruktionen mit wasserundurchlässigen Systemen erfolgen. Dabei sind Systeme mit mittig liegender Sperrscheibe und beidseitig eingeschraubten Schalungsankern aufgrund der konstruktiv gegebenen Dichtheit vorzuziehen. In allen anderen Fällen sind Systeme zu wählen, die druckwasserdicht verschlossen werden können.
Das Quinting Schalungsbindeelement "Wasserstopp" wurde entwickelt, um speziell die Spannstellen der üblichen Schalungen wasserundurchlässig ausbilden zu können. Durch ihre robuste Bauart wirken die Spann-elemente gleichzeitig als Distanzhalter und sind gegen Beschädigungen unempfindlich. Sie stehen in den gebräuchlichen Wand- dicken fertig zur Verfügung. Die Profilgebung der Spannstellen stellt durch die Sickerwegverlängerung neben dem dichten Verschluss die dauerhaft wirkende Wasserundurchlässigkeit sicher. Die Elemente sind aus besonders leistungsfähigem Kunststoff hergestellt und gegenüber Temperaturen bis 80°C und gegenüber allen Angriffsgraden von Wässern und Böden nach DIN 4030 resistent. Das Verschließen der Elemente erfolgt durch das beidseitige Verschließen mit Kunststoff-Stopfen.

Da Quinting die Wasserundurchlässigkeit der Gesamtkonstruktion gewährleistet, wird der Verschluss der Schalungsspannstellen von den Quinting Fachtechnikern ausgeführt.


  Einbauteile und Durchdringungen
 Zubehör   Zur Gebäudeentwässerung wie zur Einführung von Rohren und Kabeln werden wasserdichte Einbauteile und Einsätze erforderlich. Hierfür hält Quinting ein umfangreiches Programm an Sonderbauteilen vor.

Werden Rohrleitungen mit dem Betonguss einbetoniert, wie es z.B. bei den eine Bodenplatte durchdringenden Grundleitungen der Fall ist, so kann direkt am durchdringenden Rohr ein Abdichtungsflansch in Form eines Quinting Dichtkragens montiert werden. Der Dichtkragen besteht aus einem Sperranker, der für die dichte Einbindung in den Beton sorgt, und einem Kragen, der den wasserdichten Anschluss zum durchdringenden Rohr herstellt. Dieser Kragen wird auf dem Rohr mit zwei Edelstahl-Spannschellen aufgeflanscht. Der Quinting Dichtkragen ist dabei so zu montieren, dass er innerhalb des Betonquerschnitts zwischen der Bewehrung liegt. Wird er an Rohrleitungen montiert, die an Rinnen oder Bodenabläufen angeschlossen sind, so wird unter Umständen die Ausformung einer zusätzlich konstruktiv bewehrten Voute erforderlich.

Der Quinting Dichtkragen steht für Rohraußendurchmesser von 29 mm bis 1490 mm zur Verfügung. Er dichtet in Abhängigkeit vom Durchmesser sicher gegen einen Wasserdruck von 30 m ab und hat sich vieltausendfach bewährt.

Wird der Dichtkragen auf ein SML-Gussrohrstück in Länge der Wanddicke montiert, ergibt sich eine dichte Wanddurchführung. An diese kann eine Rohrleitung direkt angeschlossen werden, in dem innen und außen ein Anschlussstutzen vorgesehen bzw. ausgespart wird. Dies eignet sich besonders für die Durchführung von Entwässerungsleitungen. Sollen Kabel oder Rohre ohne Unterbrechung durchgeführt werden, kann die Durchführung als Hüllrohr für die speziellen Dichtungseinsätze (UD) verwandt werden.Für die Abdichtung von Rohrleitungen und Kabeln bei Durchdringung eines Quinting Sperrbetonbauteils stehen die UD-Dichtungselemente in großer Variabilität und in allen Durchmessern zur Verfügung.

Sie werden nachträglich als Dichtelemente in die vorgenannten SML-Hüllrohre, Faserzement-Futterrohre oder Kernbohrungen eingesetzt. Dabei erfolgt der Einbau der Rohrleitungen und Kabel nach der Herstellung der Sperrbetonbauteile. Die Abdichtung erfolgt dann mit den Dichtelementen als Einfach-(UD), Mehrfach-(UMD) oder mit einer Blinddichtung (UBD). Damit auch bereits verlegte Rohre/Kabel zuverlässig abgedichtet werden können, stehen auch teilbare Dichtelemente zur Verfügung.

Im Bereich von nicht drückendem Wasser reicht ein Dichtungseinsatz, bei drückendem Wasser sind zwei hintereinander liegende Einsätze oder ein doppelt dichtender Einsatz zu verwenden.

In Abhängigkeit vom Außendurchmesser der durchzuführenden Rohrleitung ist der Durchmesser der SML-Wanddurchführung bzw. der Kernbohrung festzulegen. Dieser ist auch bei der Bestellung des Universal- Dichtelements zu benennen.

Bei Mehrfachdichtungen (UMD) müssen die exakten Außendurchmesser angegeben werden. In der Nennweite 100 (UMD 100) sind vier Durchführungen mit je 8 bis 28 mm möglich, bei UMD 125 sechs Durchführungen mit jeweils 12 bis 22 mm. Das UMD 150 ist mit sechs Durchführungen von jeweils 16 bis 34 mm lieferbar.

Der fachgerechte Einbau der Dichtelemente erfolgt durch den Installateur in das vorher sorgfältig gereinigte Hüllrohr bzw. die mit Epoxidharz ausgestrichene Kernbohrung. Bei Verwendung von Elementwänden ist die Montage des Dichtelements im Bereich des Ortbetonquerschnitts vorzunehmen. Die Verwendung von Hüllrohren mit späterem Verschluss durch Blinddichtungen ist besonders für die Grundwasserhaltung in der Bauphase bzw. die Auftriebssicherung durch Flutöffnungen interessant. Ebenso wie die Universal-Dichtelemente können in die Hüllrohre handelsübliche Mehrspartenhauseinführungen eingebaut werden, die die konzentrierte Verlegung aller Hausanschlüsse in einem Dichtelement vereinigen.


  Bodenabläufe
Für die üblichen Entwässerungssituationen in Untergeschossen stellt Quinting entsprechende Bodenabläufe in der Nennweite 100 zur Verfügung. Durch die Konstruktion als selbstdichtende Elemente können die Bo-denabläufe direkt an die vorab verlegten Rohrleitungen NW 100 angeschlossen werden und in die Bodenplatte mit einbetoniert werden. Zur Verfügung stehen:
  Bodenablauf BA/TG in besonders stabiler Ausführung, geeignet für die Überfahrung mit PKW in Tiefgaragen und 150 kN Belastung. Die Abdeckung besteht aus einem stabilen Rost.
  Bodenablauf BA/KG in einfacher, kompakter Bauweise für den Einbau in untergeordneten Räumen

Vorteile:
  Die Bodenabläufe können ohne die Montage weiterer Dichtelemente direkt einbetoniert werden.
  Sie lassen sich sicher und schnell montieren.
  Sie sind mit herausnehmbaren Geruchsverschlüssen ausgestattet und einfach zu reinigen.
  Sie sind durch die Verwendung besonders geeigneter Kunststoffe korrosions- und wartungsfrei. Sie sind resistent gegen übliche Einleitungsstoffe.
  Für den BA/KG stehen ausziehbare Estrichaufsätze zur Angleichung an Estriche und Bodenbeläge zur Verfügung.

Nach dem Aufsetzen des Bodenablaufs auf die abgehende Rohrleitung wird der Ablauf an der Bewehrung bzw. auf der Sauberkeitsschicht auf Maß und Höhe befestigt und gegen Aufschwimmen gesichert. Nach dem Einbetonieren wird der Schutzdeckel entfernt und, soweit ein weiterer Fußbodenaufbau erfolgt, der Estrichaufsatz auf Höhe justiert.


  Quinting Combi-Ablauf
Dieser Ablauf ist als Fallrohrdurchführung, Entwässerungselement oder zur Strangentlüftung bei Sperrbetondachdecken einfach und sicher einzubauen. Die Gussrohrmuffe wird mit dem Styropor-Aussparungskörper auf die Schalung aufgesetzt bzw. in die Aussparung der Elementdecke eingestellt. Dabei sorgt das Gussrohr für die sichere Abdichtung im Deckenquerschnitt. Das ergänzende PVC-Hüllrohr kann dann sowohl als Anschluss für die Fallrohrdurchführung genutzt werden oder wird, entsprechend der gewünschten Wasseranstauhöhe, gekürzt und mit einem Siebeinsatz abgedeckt. Bei der Verwendung als Strangentlüftung wird das Element durch eine zusätzliche Lüfterhaube ergänzt.

Zur Verfügung stehen die Nennweiten
  NW 70, NW 100 und NW 125


  Quinting Umkehrdach Ablauf (wärmegedämmt)
Für das Quinting Umkehrdach, das als Warmdach im Ablaufbereich durch das kalte, durchstömende Niederschlagswasser abgekühlt werden kann, stehen Abläufe in wärmegedämmter Ausführung zur Verfügung. Dabei ergibt sich die Wärmedämmung durch den massiven Kunststoff-ablaufkörper. Die Nennweiten NW 70, NW 100 und NW 125 stehen zur Verfügung. Die anschließende Wärmedämmung ist bis dicht an den Ablauf zu verlegen und die Öffnung auf der Oberseite der Dämmung mit einem weiteren Sieb abzudecken. Alle anschließenden Rohrleitungen sind entsprechend den Wärmeschutzvorschriften zu dämmen.


  Gleitlager für Flachdächer
Massive Flachdächer bewegen sich aus Gründen wechselnder Temperatur, Schwinden und Durchbiegung. Gerade Sperrbetondachdecken bedürfen deshalb einer exakten Lagerung. Die Temperaturdifferenzen entstehen aus der Einbautemperatur des Betons, dem Abklingen der Hydratationswärme und der Abkühlung und Erwärmung im Sommer und Winter

Das Schwinden entspricht einer Temperaturverkürzung von ca. 15° K. Es ist abhängig von der Austrocknung des Baukörpers und dem w/z-Wert bei der Herstellung. Die Durchbiegung tritt nach dem Ausschalen der Decke auf und führt zu Kantenpressungen bzw. zu Verformungen in den Wänden.

Dies macht deutlich, dass der spätere Gebrauchszustand der Dachdecke die unproblematische Situation darstellt. Die problematischere Phase mit den größten Bewegungen ist die Zeitspanne zwischen dem Rohbauzustand und dem Ende der ersten Heizperiode.

Das Quinting-Punktgleitlager dient der Trennung von Wänden (Konsolen) und aufliegenden Sperrbetondachdecken. Es stellt die ungehinderte horizontale Bewegung sicher und vermeidet die Kantenpressungen. Das Gleitlager ist 15 cm breit und zur Lastaufnahme mit 2 Stück Elastomerkernen pro lfdm. ausgerüstet (zul. Vertikalkraft 90 kN/m). Die Gleittreibungszahl liegt in Abhängigkeit von der Temperatur und der Haftreibung bei 5 bis 15%. Somit ergeben sich Horizontalkräfte von 5 bis 15% der errechneten Vertikalkraft. Die vertikale Einfederung beträgt maximal 0,5 mm. Zur Verwendung bei innengedämmten Sperrbetondachdecken ist die Wärmedämmung im Bereich der Elastomerkerne auszusparen.


  Wärmedämmung
Die Wärmedämmplatten für die innenseitige bzw. im Kern angeordnete Wärmedämmung haben einen umlaufenden Hakenfalz bzw. eine Nut- und Federverbindung. Sie werden so verlegt, dass eine dicht geschlossene Fläche entsteht, die über alle Wände hinweggeht. Dort, wo im Punktgleitlager ein Elastomerkern vorhanden ist, muss in entsprechender Größe ein Loch in die Dämmplatten geschnitten werden, damit durch den einlaufenden Beton eine korrekte Lastübertragung gewährleistet ist. Im Bereich von Brand- und Wohnungstrennwänden sowie für den Schallschutz sind besondere Maßnahmen erforderlich. Beim Sperrbetondach sind auf der Oberseite der Wärmedämmplatten Längsaussparungen vorhanden, in die die zugehörigen Dübelleisten eingelegt werden können. Diese sind durch die eingesteckten Kunststoffanker mit der Sperrbetondecke verbunden, so dass eine Abhängemöglichkeit für Unterdecken vorhanden ist.

Beim Umkehrdach wird die je nach Aufbau genormte oder bauaufsichtlich zugelassene Wärmedämmung mit umlaufendem Stufenfalz dicht gestoßen auf der Oberseite der Dachdecke verlegt. Zur Lagesicherung und zur Sicherung gegen Windsog in der Bauphase kann die Wärmedämmung mechanisch mit dem Sperrbetondach verdübelt werden, so dass alle Platten sicher liegen. Bei der Befestigung ist besonders auf die Fugenabdichtungen und den Korrosionsschutz der oberen Bewehrung zu achten. Als Trennlage zum weiteren Aufbau empfehlen wir eine Vlieslage.


  Lichtkuppel und Dachausstieg
Für Lichtkuppeln und Dachausstiege können sowohl für das Sperrbetondach als auch für das Umkehrdach entsprechende handelsübliche Produkte verwandt werden. Für das Sperrbetodach sind entsprechende Aufsatzkranzhöhen zu verwenden, die auf die Schalung aufgestellt und gleich mit dem Betonguss eingebaut und zusätzlich abgedichtet werden. Beim Umkehrdach erfolgt die Montage auf einer mitbetonierten Aufkantung und erhält eine zusätzliche Abdichtung. Die Aufsatzkranzhöhe ergibt sich dann aus dem geplanten Dachaufbau.

Je nach Bauherrenwunsch wird die doppelschalige Acrylglashaube in fester oder über Spindel oder Elektromotor zu öffnender Ausführung montiert. Die Ausrüstung als Rauch- und Wärmeabzugsanlage oder auch aufklappbar als Dachausstieg ist möglich. Die handelsüblichen Nenngrößen stehen auch für das Sperrbetondach zur Verfügung.


  Quinting-Rahmen
Unter den unterstützenden Wänden von Flachdächern sind gemäß den Vorschriften Stahlbeton-Ringanker einzubauen
"Liegt ein Stahlbetondach auf gemauerten Wänden oder auf unbewehrten Betonwänden, so sollen unter seinen Auflagern, Gleitschichten und zur Aufnahme der verbleibenden Reibungskräfte Stahlbeton-Ringanker am oberen Ende der Wände angeordnet werden, um Risse in den Wänden möglichst zu vermeiden."

Neben den baubetrieblichen (Schal-, Bewehrungs- und Betonarbeiten) sowie den wirtschaftlichen Nachteilen (hohe Lohnkosten) des Stahlbeton-Ringankers muss als wesentlicher Nachteil das Risiko der Rissbildung zwischen Stahlbeton-Ringanker und Mauerwerk angesehen werden. Schub- und Absetzrisse in gemauerten Wänden sind in Bauten auch mit Stahlbeton-Ringankern nicht selten.

Der Quinting-Rahmen ist ein schlupffreier Flachstahl-Ringanker, der entsprechend den Normen die Dachbewegungen kompensiert und im Bereich windbelasteter Außenwände die Wandaussteifung übernimmt. Er liegt als Wandkronenabschluss des obersten Geschosses in einer Zementmörtelschicht von 3,0 cm Dicke und besteht aus den vorgefertigten, speziellen Flachstahlelementen, die miteinander biegefest verschweißt werden. Durch die geringe Masse des Quinting-Rahmens entstehen im Wesentlichen homogene Wandkonstruktionen mit den daraus resultierenden bauphysikalischen Vorteilen. Die wirtschaftlichen Vorteile resultieren aus der einfachen Herstellung des Quinting-Rahmens ohne die gesonderten Schal- und Betonarbeiten.

 Zubehör