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FRESCO II

Ebenso wie das FRESCO I-Abdichtungssystem besteht das FRESCO II-System aus der abdichtenden Stahlwanne, die mit den umgebenden Betonschichten ein homogenes und robustes Bauteil bildet. Im Gegensatz zum FRESCO I-System ist jedoch die Stahlwanne doppelwandig ausgeführt, sodass sich durch den Luftraum zwischen den beiden Stahlblechlagen die Möglichkeit einer permanenten Leckageüberwachung durch ein aufgebrachtes Vakuum ergibt. Dies eröffnet die Möglichkeit, Schüttgüter direkt auf der Stahlbetonfläche zu lagern. Auf die arbeitstägliche Kontrolle der Beton-oberfläche kann dann verzichtet werden.



Aufbau

 FRESCO II    Detailliert ergibt sich damit von unten nach oben folgender Aufbau: 1. Abschluss zur vorhandenen Sauberkeitsschicht oder zum vorhandenen Boden mit einer sorgfältig verlegten 0,3 mm dicken Polyethylen-Baufolie. Die Stöße der einzelnen Bahnen sind mindestens 10 cm breit lose zu überlappen.

2. Stahlbeton C 20/25 nach EC 2 bzw. Zementestrich ZE 30 nach DIN 18560. Die Herstellung erfolgt unter Verwendung von Gesteinskörnung bis 8 mm Größtkorn, 330 kg Hochofenzement CEM III B je m³ Frischbeton und verflüssigenden und verzögernden Betonzusatzmitteln. Die Dicke beträgt in Abhängigkeit vom Untergrund 5 cm bzw. 8 cm. Die Bewehrung ist zur Beschränkung der Rissweite auf wk ≤ 0,15 mm festzulegen und besteht im Regelfall aus einer Mattenbewehrung Q 188 A (einlagig in der Mitte).

3. Flüssigkeitsdicht und diffusionsdicht verschweißte, doppelwandige Stahlwanne, bestehend aus zwei einzelnen Stahlwannen, die wiederum aus mindestens 3 mm dicken Stahlblechen Material Nr. 1.0122 ( RSt. 37.2) bestehen. Die einzelnen Stahlbleche werden überlappend mit Kehlnähten verschweißt. Jede Wanne wird dabei von unabhängigen Sachverständigen (z.B. TÜV oder SLV) auf ihre Dichtheit geprüft. Zur Herstellung des Zwischenraums wird auf der unteren so hergestellten und geprüften Stahlblechwanne eine Baustahlgewebematte Typ N 141 aufgebracht. Diese stellt den ca. 6 mm hohen Lecküberwachungsraum her, der durch aufgesetztes Zubehör mit einer Vakuumpumpe und einem Signalgeber verbunden wird. Die folgende zweite Lage der Stahlblechwanne wird nach dem Muster der ersten Wanne als obere Abdichtung der lecküberwachten Konstruktion hergestellt und ebenso geprüft.

4. Stahlbetonplatte, Dicke h ≥ 16 cm aus Beton ≥ C 20/25. Um breite Risse in der Betonplatte zu vermeiden, kann die Bewehrung rissbreitenbeschränkt bemessen werden (wk ≤ 0,15 mm).

5. Zur Kontrolle des Zwischenraumes der beiden Stahlblechlagen wird dieser über Rohrleitungen mit einer Vakuumpumpe mit zugehörigem Signalgeber verbunden.

Damit ist eine vollautomatische und ständige Überwachung der Dichtheit gegeben.



Konstruktionshinweise:

Das Auffangvolumen ergibt sich aus der Höhe der seitlichen Aufkantung der Stahlblechwanne, wobei die Einzelhöhe der Prüfräume auf 100 cm begrenzt ist.

Die Lecküberwachung ist in Abhängigkeit des Volumens begrenzt, sodass sich einzelne Prüfräume von maximal 1.300 m² bzw. 1,0 m Höhe ergeben. Diese sind jeweils durch eine eigene Vakuumpumpe mit Signalgeber zu überwachen.

Pumpensümpfe, Rinnen, Stützeneinfassungen und Durchführungen sind in dem beschriebenen Aufbau auszuführen, wobei die äußere vertikale Betonschicht mindes-tens 10 cm dick sein soll.

Bei Nachweis der Werkstoffbeständigkeit nach DIN 6601 kann für Einzelbauteile die obere innere Stahlblechebene aus Edelstahlmaterial 1.4571 ausgeführt werden. Damit kann dann die obere Betonschicht entfallen. Dieser Nachweis empfiehlt sich z.B. für Rinnen und Pumpensümpfe. Zur Vermeidung unkontrollierter und breiter Rissbildung im Oberbeton sind Sollrissfugen anzulegen, die mit einem gesonderten, abdichtenden Stahlprofil, einem Fugenschnitt in der Betondeckung und einem Fugenverguss auszuführen sind. Bewegungsfugen sind, wenn möglich, zu vermeiden bzw. mit einem weiteren Überwachungsraum in doppellagiger Ausführung herzustellen.

Horizontale Betonierfugen (z.B. zwischen Bodenplatte und Wandungen) sind mit einer zusätzlichen Arbeitsfugenabdichtung zu sichern.

Zur Befestigung von Aufbauten können Dübelbefestigungen bis zu einer Tiefe von 50% der oberen Betonlage ausgeführt werden.
Eine Herstellung der Oberfläche im Gefälle sowie Oberflächenvergütungen und Beläge können aufgebracht werden. Sie dürfen nicht rissüberbrückend wirken.

  Hinweise für den Anlagenbetreiber bzw. Anlagennutzer:

  Das vom Auffangvolumen abhängige Lagervolumen ist einzuhalten.

  Größere Tropfverluste in der Auffangwanne sind unmittelbar zu entfernen.

  Die Auffangwanne gilt als dicht, solange der Leckanzeiger keinen Alarm auslöst.

  Der Leckanzeiger ist regelmäßig zu prüfen.

  Geschädigte Betonbereiche sind gemäß der DAfStb-Richtlinie "Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen" in Stand zu setzen.

 FRESCO II